Gestern, am 27. Januar, jährte sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 81. Mal. Der Tag ist nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und zugleich internationaler Holocaust-Gedenktag. Aus diesem Anlass nahm die AWO Düsseldorf mit Finanzvorstand Johannes Dohms und mehreren Führungskräften an der Kranzniederlegung am Deportations-Mahnmal in Düsseldorf-Derendorf teil. Die AWO Düsseldorf legte einen Kranz nieder – in stillem Gedenken an die jüdischen Menschen, die von hier aus zwischen 1941 und 1944 deportiert und ermordet wurden.
Zu der Gedenkveranstaltung hatten die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Mahn- und Gedenkstätte eingeladen. Neben Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller nahmen unter anderem Christof Rasche, Vizepräsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, Dr. Daniela Lesmeister, Staatssekretärin im Ministerium des Innern des Landes NRW, sowie Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf K.d.ö.R., teil. Auch Vertreter*innen aus Gewerkschaften und weiteren Organisationen legten Kränze nieder. Der Kantor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Aaron Malinsky, sang das hebräische Trauergebet „El male rachamim“.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller erinnerte in seiner Ansprache daran, dass Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass nicht abstrakt entstehen, sondern „in den Köpfen der Menschen, in ihrer Sprache, im Hausflur und am Arbeitsplatz, im Stadtviertel und in der vertrauten Heimat“. Daraus erwachse eine klare Verantwortung für die Gegenwart: Judenhass überall zu erkennen, zu benennen und entschieden zu ächten.
Das gemeinsame Gedenken ist Mahnung und Auftrag zugleich: Erinnerung wachzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und jeder Form von Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.