Für Frauen, die häusliche Gewalt erlebt haben, ist ein sicherer Ort oft der erste Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Diesen Ort soll das dritte Frauenhaus in Düsseldorf, in Trägerschaft der AWO Düsseldorf, schaffen. Hier sollen Frauen und Kinder vorübergehend ein sicheres Zuhause finden. Einen Raum, an dem Schutz und Privatsphäre ebenso wichtig sind wie Normalität, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Denn nicht jede Frau braucht denselben Schutz. Während manche Frauen einen anonymen Schutzort benötigen, kann es für andere wichtig sein, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, Unterstützung aus dem eigenen Umfeld anzunehmen oder den Kindern ein Stück vertrauten Alltag zu ermöglichen. Das neue Frauenhaus ergänzt deshalb die bestehenden anonymen Frauenhäuser in Düsseldorf um ein weiteres, modernes Schutzangebot.
Das neue Frauenhaus setzt auf ein differenziertes Schutz- und Sicherheitskonzept, das sich an der individuellen Gefährdungslage der Bewohnerinnen orientiert. Die Sicherheit der Frauen und ihrer Kinder hat dabei jederzeit Vorrang. Das Haus verbindet dafür zwei Bereiche: einen geschützten Wohnbereich für die Bewohnerinnen und ihre Kinder sowie einen Begegnungs- und Beratungsbereich. Auch Besuche sollen nach vorheriger Absprache möglich sein.
Der Bedarf in Düsseldorf ist groß. Mehr als 40 Schutzplätze für Frauen und ihre Kinder fehlen derzeit. Immer wieder finden Frauen keinen Platz, obwohl sie dringend einen sicheren Ort benötigen. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein individuelles Schicksal, oft verbunden mit Kindern, die ebenso dringend Schutz, Sicherheit und Stabilität benötigen. Ein Frauenhaus kann dabei mehr sein als eine Unterkunft. Es kann der Ort sein, an dem eine Frau wieder Entscheidungen für ihr eigenes Leben trifft. An dem ein Kind erlebt, dass Alltag, Vertrauen und Zuversicht zurückkehren können. Und an dem aus einer akuten Krise Schritt für Schritt eine neue Perspektive entsteht. Die Immobilie für das dritte Düsseldorfer Frauenhaus steht bereits fest. Jetzt kommt es darauf an, diesen Ort mit Leben zu füllen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Frauen und Kinder dort wirklich ankommen können.
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