Neuer AWO-BBZ-Standort in Mettmann eröffnet

„Perspektive Zukunft“ unterstützt Menschen auf dem Weg in Arbeit und Teilhabe

Am neuen AWO-BBZ-Standort in Mettmann (v.l.): Angelika Lenschen und Desiree Gerner, beide Hauptabteilungslei-ter*innen, mit Nadja Hübinger, Geschäftsführerin der AWO Berufsbildungszentrum gGmbH (AWO BBZ), vor dem neuen Caddy, der als mobiles Büro Teil der aufsuchenden Beratung im Projekt „Perspektive Zukunft“ ist.
Das Team von „Perspektive Zukunft“ bei einem Beratungsgespräch im mobilen Büro: Der umgerüstete Caddy ermöglicht aufsuchende Unterstützung im ganzen Kreis Mettmann.

Die AWO Berufsbildungszentrum gGmbH (AWO BBZ) hat ihren neuen Standort in Mettmann eröffnet. In der Neanderstraße 68–72, direkt gegenüber dem Rathaus, bündelt das AWO BBZ künftig drei Angebote: „Perspektive Zukunft“, die Reha-Ausbildung für Menschen mit besonderem Förderbedarf („BaE-Reha – kooperative Ausbildung“) und die Unterstützte Beschäfti-gung (UB), gemeinsam mit der AWO gemeinnützige bergische Kooperationsgesellschaft Remscheid Leverkusen Mettmann mbH. Die zentrale, barrierefrei zugängliche Anlaufstelle verbessert die Erreichbarkeit für Teilnehmende und erleichtert die Zusammenarbeit der Teams.

Das Angebot „Perspektive Zukunft“ richtet sich an erwachsene Menschen im Kreis Mettmann, die Unterstützung auf dem Weg zu persönlicher Stabilität, gesellschaftlicher Teilhabe und beruflicher Integration benötigen. Zielgruppe sind Kundinnen und Kunden des jobcenters ME-aktiv; die Maßnahme wird von dort gefördert. Dabei geht es nicht um schnelle Arbeitsvermittlung, sondern zunächst darum, individuelle Hemmnisse abzubauen – etwa bei Wohnen, Gesundheit, psychischen Belastungen, finanziellen Fragen oder Behördenangelegenheiten.

„Ziel ist die eigenständige Lebensführung, möglichst ohne Leistungen vom Jobcenter, der Weg dahin ist aber unterschiedlich weit“, sagt Angelika Lenschen, Hauptabteilungsleiterin beim AWO Berufsbildungszentrum. Entscheidend sei, Vertrauen aufzubauen, Motivation zu fördern und neue Perspektiven zu entwickeln. „Die Teilnehmenden sollen sich mit unserer Unterstützung aus schwierigsten Lebenslagen befreien“, so Lenschen.

Die Teilnahme an „Perspektive Zukunft“ erfolgt in Abstimmung mit dem Jobcenter und ist freiwillig. Rund 13 sozialpädagogische Fachkräfte begleiten derzeit etwa 50 Klient*innen individuell. Die Beratung findet sehr viel aufsuchend statt; ein umgerüsteter Caddy dient dem Team als mobiles Beratungsbüro für den gesamten Kreis Mettmann. So können Teilnehmende im häuslichen Umfeld aufgesucht, diskret beraten und auch im Alltag begleitet werden, etwa bei Arzt- und Behördenterminen, beim Jobcenter oder bei der Anbindung an weitere Hilfen. Zum Angebot gehören außerdem Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Gruppenaktivitäten und die Einbindung passender Unterstützungsnetzwerke.

Weitere Angebote am Standort Neanderstraße sind die Reha-Ausbildung und die Unterstützte Beschäftigung, beides finanziert von der Agentur für Arbeit Mettmann. In der Reha-Ausbildung begleitet das AWO BBZ junge Menschen mit besonderem Förderbedarf auf dem Weg zu einem anerkannten Berufsabschluss. Derzeit qualifiziert und begleitet das AWO BBZ dort rund 35 Auszubildende in 12 Berufsfeldern. Die Unterstützte Beschäftigung richtet sich insbesondere an junge Menschen mit Reha-Status ohne Schulabschluss oder mit weiterem Förderbedarf und eröffnet Wege in den Arbeitsmarkt über Helfertätigkeiten und Fachpraktika. Gerade die vielen kleinen, inhabergeführten Unternehmen in Mettmann bieten dafür gute Anknüpfungspunkte.

Kontakt: 
AWO Berufsbildungszentrum gGmbH · Standort Mettmann
Neanderstraße 68–72 · 40822 Mettmann
Tel.: 02104 5061822
E-Mail: perspektive.zukunft@awo-duesseldorf.de

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