Mit rund 200 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege und Stadtgesellschaft hat die AWO Düsseldorf gestern ihren traditionellen Frühlingsempfang im tanzhaus nrw gefeiert. Den Auftakt machte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der in seinem Grußwort die Bedeutung der freien Wohlfahrtspflege für Düsseldorf betonte und die enge jahrelange Kooperation mit der AWO Düsseldorf würdigte. Die AWO sei seit mehr als einem Jahrhundert eine unverzichtbare Partnerin der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Marion Warden, Vorsitzende des Vorstands der AWO Düsseldorf, unterstrich in ihrer Rede die Verantwortung, die mit sozialer Arbeit einhergeht: „Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen ist es unsere Aufgabe als AWO, verlässlich an der Seite der Menschen zu stehen. Solidarität ist für uns kein Schlagwort, sondern täglicher Auftrag. Wir danken der Landeshauptstadt Düsseldorf und Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ausdrücklich für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Sinne der Menschen in unserer Stadt.“
Auch der stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums der AWO Düsseldorf, Andreas Rimkus, machte in seinem Beitrag deutlich, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt gerade in der aktuellen Zeit ist und zitierte AWO-Mitgründerin Marie Juchacz: „Das Wir ist immer stärker als das Ich. Die AWO wird deshalb weiter klar Haltung zeigen. Für eine offene Gesellschaft, in der Ausgrenzung, Hass und Menschenfeindlichkeit keinen Platz haben.“
Eines der Highlights war die Verleihung der Maria-Nitzschke-Medaille. Mit dieser Auszeichnung ehrt die AWO Düsseldorf Persönlichkeiten, die sich in vorbildlicher Weise mit uneigennützigem Engagement verdient gemacht haben. In diesem Jahr ging die Medaille an Julia Sohn und Christina Resch. Beide engagieren sich mit großem Einsatz für das Projekt SleepIn – ein Kooperationsprojekt der AWO Düsseldorf und des SKFM Düsseldorf e. V.. SleepIn unterstützt junge Menschen in prekären Lebenslagen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben oder von Wohnungslosigkeit bedrohte sind. Ziel ist es, ihnen niedrigschwellige Übernachtungsmöglichkeiten, Beratung und Perspektiven zu bieten.
„Das Engagement von Julia Sohn und Christina Resch steht beispielhaft für eine Zivilgesellschaft, die nicht wegschaut, sondern handelt“, betonte Marion Warden, bei der Preisverleihung. „Sie übernehmen Verantwortung und schenken jungen Menschen Stabilität und Hoffnung. Dafür gebührt ihnen unser herzlicher Dank und höchste Anerkennung.“
Neben den inhaltlichen Impulsen bot der Frühlingsempfang auch unterhaltsame Programmpunkte: Die Kabarettistin Susanne Pätzold begeisterte das Publikum mit einem pointierten Auftritt, der aktuelle Themen humorvoll aufgriff. Musikalisch begleitet wurde der Empfang vom Düsseldorfer Songwriter enkelson., der die Gäste unter anderem mit seinem „Düsseldorf“-Lied begeisterte.