Anschlag auf CSD in Berlin

Unsere Antwort auf Angst ist Solidarität. Unsere Antwort auf Gewalt ist Sichtbarkeit.

 

Der Anschlag auf den CSD in Berlin erschüttert uns zutiefst, macht uns fassungslos und wütend zugleich.
Er richtet sich nicht nur gegen einzelne Menschen, sondern gegen eine Gesellschaft, die für Vielfalt und Selbstbestimmung steht.

Als Verantwortliche der Fachstelle Regenbogenfamilien stehe ich heute in besonderer Verantwortung, Haltung zu zeigen. Wenn Menschen angegriffen werden, weil sie lieben, wen sie lieben, oder sind, wer sie sind, dann ist das ein Angriff auf unsere gemeinsamen Werte. Unsere Familien, unsere Kinder, unsere Kolleginnen und Kollegen haben ein Recht darauf, sicher zu leben, sichtbar zu sein und ohne Angst ihren Alltag zu gestalten. Dieses Recht ist nicht verhandelbar.

Was geschehen ist, macht deutlich, dass Schutz und Gleichberechtigung keine Selbstverständlichkeiten sind. Sie müssen aktiv verteidigt werden und zwar auf allen Ebenen, gesellschaftlich, politisch und im täglichen Miteinander.

Es ist Aufgabe von Politik und Institutionen, konsequent für die Sicherheit queerer Menschen und aller, die sie unterstützen, einzustehen und klare Grenzen gegen Hass und Gewalt zu setzen.

Gleichzeitig gilt: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Unsere Antwort auf Angst ist Solidarität.
Unsere Antwort auf Gewalt ist Sichtbarkeit.

Und unsere Antwort auf Ausgrenzung ist eine noch stärkere Gemeinschaft.
Gerade jetzt werden wir laut sein.

Laut für unsere Familien.
Laut für Vielfalt.
Laut für das Recht jedes Menschen, in seiner Identität respektiert und geschützt zu werden.
LASST UNS LAUT SEIN!

Aleksandra Schmidt
Verantwortliche der AWO Fachstelle Regenbogenfamilien und Hauptabteilungsleiterin "Beratung - Erzieherische Hilfen"

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