Gemeinsam gegen Diskriminierung

Digitaler Fachtag der Integrationsagenturen

Dr. Amit Marcus (l.), Aidshilfe Düsseldorf, und Ataman Yildirim von der AWO Integrationsagentur.

„Verschwörungsmythen, Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Proteste im Kontext der Corona-Pandemie“ lautet das Thema des digitalen Fachtages, zu dem die Düsseldorfer Integrationsagenturen für Donnerstag, 9. September, von 9.30 bis 14.00 Uhr einladen. Mitveranstalter ist die AWO Integrationsagentur.

Im Zuge der Corona-Pandemie bildete sich in Deutschland eine Protestbewegung, die sich vordergründig gegen staatliche Einschränkungen artikuliert. In Form von Verschwörungserzählungen haben dort jedoch auch rechtsextreme und antisemitische Ideologien einen Nährboden gefunden und breiten sich zunehmend gesellschaftlich aus.

Was steckt hinter diesen Weltbildern? Warum glauben Menschen solchen Erzählungen? Und welche Gefahren ergeben sich daraus für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie? Damit befasst sich der Fachtag.

Die Psychologin Pia Lamberty beleuchtet in ihrem Vortrag die Hintergründe und Konsequenzen des Verschwörungsdenkens. Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler gibt einen Einblick in die Entwicklung der Protestszene in NRW und deren Ideologie mit Blick auf den Einfluss rechter und antisemitischer Narrative und Akteur*innen.

 

Anmeldungen zur Online-Veranstaltung sind bis 5. September möglich ausschließlich per E-Mail an chernova(at)kin-top.de.

Mit dem Fachtag setzt die AWO Integrationsagentur ihre Aktionen im laufenden Jahr fort. Auch 2021 baut sie in Düsseldorf Brücken zur Interkulturellen und internationalen Verständigung.

So wurde sie Ende Juli von der Polizei Düsseldorf zu einem Vortrag für eine israelische Polizei-Delegation eingeladen.

Schwerpunkte waren dabei Extremismus-Prävention sowie Netzwerkarbeit der AWO Integrationsagentur. Die Polizei Düsseldorf, Aidshilfe Düsseldorf und die AWO Integrationsagentur sind langjährige Kooperationspartner.

Eingebettet war der Vortrag als Dreier-Team mit dem Kontaktbeamten der Polizei Düsseldorf, Dirk Sauerborn und Dr. Amit Marcus von der Aidshilfe Düsseldorf. Ataman Yildirim von der AWO Integrationsagentur organisiert seit vielen Jahren gemeinsam mit Dirk Sauerborn Dialog- und Begegnungsveranstaltungen. „Interkulturelle Begegnungen ist ein Weg von vielen, um Vorurteile abzubauen“, so der AWO-Mitarbeiter.

In der Dreier-Präsentation wurden Kooperation-Schnittstellen vorgestellt. Geflüchtete Menschen sind z.B. in Deutschland auch nicht sicher vor Rassismus und Ausgrenzungen. Funktionierende Kooperationen mit Polizei, Aidshilfe und Integrationsagentur bieten Menschen in Not professionelle Hilfe. Die israelische Delegation war begeistert vom Vortrag und der Netzwerkarbeit in Düsseldorf zu diversitätssensiblen Themen. Sie zeigte sich zudem positiv beindruckt, dass Dr. Amit Marcus (geboren in London, aufgewachsen in Israel) und Ataman Yildirim (geboren in der Türkei, aufgewachsen in Deutschland) vom Integrationsministerium NRW im Rahmen der Kampagne „ichduwir“ für Vorbilder für Integration und Zusammenhalt ausgewählt worden sind.

Yildirim betonte in seinem Vortrag den positiven Effekt von Networking in der interkulturellen sozialen Arbeit: „Eine gelungene Integration, funktionierende Kooperationen, diversitätssensibler Umgang und Akzeptanz von Vielfalt sind die Basis von interkultureller sozialer Arbeit“, so Yildirim. 

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