Erinnern in der neuen Heimat

Düsseldorfer Jonges übergeben Demenzkoffer im zp Ludenberg

Bei der Übergabe des neuen Demenzkoffers mit dabei: (v.l.) Elisabeth Lange (Koordinatorin im „zentrum plus“ der AWO in Ludenberg), Jochen Büchsenschütz (Geschäftsführer Düsseldorfer Jonges), Künstlerin Fia Biba, Wolfgang Rolshoven (Baas der Düsseldorfer Jonges), Anne Kühl (Abteilungsleitung Offene Senior*innenhilfe der AWO Düsseldorf). (Foto: kws)

(kws) Manche nennen Gerresheim wegen seiner besonderen Bevölkerungsstruktur auch "Klein-Italien". Was lag da näher, als den neuen "AWO-Demenzkoffer Italien" in besagtem Stadtteil im "zentrum plus" der AWO an der Benderstraße zu übergeben. Der aufwendig und liebevoll gestaltete "Kreativkoffer" ist Teil des Projekts "Guter Lebensabend NRW" und wurde finanziert vom Heimatverein Düsseldorfer Jonges.

Ziel des Projekts ist, Zugangsbarrieren für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zum Hilfe- und Unterstützungssystem abzubauen. Fünf "Demenzkoffer" in verschiedenen Sprachen (darunter Türkisch, Arabisch und Russisch) mit Beigaben aus einem Dutzend Themenbereichen gibt es bereits.

"Die Koffer, die bei Zuwanderern mit demenziellen Veränderungen zum Einsatz kommen, greifen die interkulturelle Biographiegeschichte auf", erklärt Jürgen Jansen, Geschäftsführer der AWO VITA gGmbH. Ob Puzzle mit landestypischen Motiven oder Musik aus den 60er Jahren - "in den Koffern steckt Beschäftigungsmaterial, das den unterschiedlichen Kulturen und Zeitgeschichten angepasst wurde und den Zugang zu Menschen mit demenziellen Veränderungen erleichtert", so Jansen.

Elisabeth Lange, Koordinatorin im zp Ludenberg, freut sich über den Koffer, weil sie damit eine weitere Zielgruppe erreichen kann. Die Koffer werden in der „BEAtE-Gruppe“ „Lebensspuren“ eingesetzt. Die „BEAtE-Gruppen“ (Betreuungsgruppen zur Entlastung pflegender Angehöriger als trägerübergreifende Einrichtung) sind für Menschen mit demenziellen Veränderungen. Ziel ist es, solchen Menschen ein Beschäftigungsangebot zu offerieren sowie Teilhabe und Partizipation zu ermöglichen. Perspektivisch wird die „Offene Senior*innenhilfe“ in den „zentren plus“ die Angebote für Menschen mit Demenzerkrankung ausweiten, so auch in Ludenberg.

Fia Biba, die zusammen mit der Grafikerin Heike Ponge auch diesen Koffer kreiert hat, betont vor allem den Spaßfaktor des neuen Hilfsmittels: "Betreuer*innen und Alltagsbegleiter*innen können so die Zeit mit demenziell erkrankten Menschen unterschiedlicher Kulturen fröhlich und kreativ gestalten." "Genau dies möchten wir unterstützen", sagt Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven, der den Koffer nun zusammen mit Jonges-Geschäftsführer Jochen Büchsenschütz an die AWO übergab.

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