Vom Klassenraum an die Werkbank

AWO BBZ hilft Schüler*innen bei der beruflichen Orientierung

Wissen, wo’s langgeht: „Eigentlich wollte ich in Richtung Naturwissenschaften gehen“, sagt die 14-jährige Isabell, die gerade an der Werkbank steht und ein Metallstück mit der Feile bearbeitet. „Nach den drei Tagen hier bin ich mir aber sicher: Design ist das, was ich später beruflich machen will.“ Isabell gehört zu den rund 60 Schülerinnen und Schülern der achten Klasse, die gerade im AWO Berufsbildungszentrum (BBZ) ihre „Berufsfelderkundung“ absolvieren. Das bedeutet: Sie probieren praktisch aus, in welche Richtung sie später beruflich gehen möchten. Diesmal reicht das Angebot u. a. von Holz und Metall über Friseur und Farben bis eben hin zu Design. 

Das Projekt läuft unter dem Titel „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ und richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der achten Jahrgangsstufe. „Das landesweite Übergangssystem sorgt dafür, dass Jugendliche bei der beruflichen Orientierung und beim Start in Ausbildung oder Studium Unterstützung bekommen und ein Gefühl für ihre Potenziale und Interessen entwickeln“, so Julia Blumenthal, Projektleiterin bei der AWO Düsseldorf. In den Werkhallen des BBZ kümmert sie sich an diesen drei Tagen gemeinsam mit Kirstin Günther um die Schülerinnen und Schüler.

Sie alle haben ihre „Potenzialanalyse“ bereits absolviert – der einzige verpflichtende Schritt innerhalb des dreistufigen „KAoA“-Programms. Die Potenzialanalyse findet ebenfalls im AWO Berufsbildungszentrum statt und enthält verschiedene Übungen aus berufsbezogenen Situationen. Sie wird durch standardisierte, empirische Verfahren ausgewertet und liefert Anhaltspunkte über Potenziale für die mögliche berufliche Entwicklung. Praktisch wird’s dann im nächsten Schritt – mit den erwähnten Berufsfelderkundungen und Praxiskursen. Beide beruhen auf freiwilliger Mitarbeit. Motto: Raus aus dem Klassenraum, ran an die Werkbank.

„Die Berufsfelderkundungen und Praxiskurse laufen zeitlich gestaffelt jeweils von Februar bis Juni. Im neuen Schuljahr und mit dem nächsten Jahrgang beginnt das Ganze dann wieder mit der Potentialanalyse“, erklärt Blumenthal. „Unser Vorteil: Wir können parallel ganz unterschiedliche Berufsfelder vorstellen“, ergänzt Kristin Günther. So sind es im BBZ diesmal sieben Bereiche binnen drei Tagen.

Für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bietet das AWO BBZ außerdem zusätzlich eine angepasste Form der Potenzialanalysen, Berufsfelderkundungen und Praxiskurse an: „KAoAkompakt“.

Der April bildet überhaupt einen Schwerpunkt in Sachen Berufserkundung. Weiter geht’s am 28. April mit den Girls’Days und Boys’Days, den bundesweiten Aktionstagen zur Berufsorientierung und Lebensplanung.

Infos:
Das Programm KAoA wird gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds. Infos zur Beteiligung des AWO BBZ gibt es hier: Berufsorientierung | AWO Düsseldorf (awo-duesseldorf.de)

Infos zum Girls’Day und Boys’Day: www.boys-day.de und www.girls-day.de

 

Julia Blumenthal
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