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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

Beratungsstelle Eller feiert 40. Geburtstag

Alexander Korittko hielt Fachvortrag zum Thema Traumata

(keh) Im Jahr 1979 wurde die Erziehungsberatungsstelle der AWO Düsseldorf in Eller eröffnet.

 
Das aktuelle Team der Erziehungsberatungsstelle Eller: (v.l.) Christina Steinhoff, Sabine Keller, Einrichtungsleiter Serdar Büyükdere, Tina Mesarosch, Thomas Bader und Sandra Schürmann. (Fotos: kws)


Der Fachmann für Traumatherapie, Alexander Korittko, während seines Vortrags.

Nun konnte die Einrichtung auf 40 Jahre erfolgreiche Arbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zurückblicken. Grund genug, diesen Geburtstag mit einer kleinen Festveranstaltung zu begehen.Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Fachvortrag von Alexander Korittko. Der Dipl. Sozialarbeiter und Fachmann für Traumatherapie sprach zum Thema „Wenn die Vergangenheit in die Gegenwart springt: Transgenerationale Weitergabe von Traumata und die Auswirkungen auf die Kinder“.

Der Referent stellte auch für Laien nachvollziehbar dar, dass nicht verarbeitete Traumata sogar über mehrere Generationen an Kinder und Enkelkinder weitergegeben werden können. Dieser Prozess sei jedoch nicht irreversibel. Voraussetzung für eine gelingende Traumaverarbeitung sei, dass die Betroffenen sich in einem therapeutischen Rahmen mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und Schritt für Schritt lernen, mit ihren traumatischen Erlebnissen umzugehen.

 

Interessiert lauschten die Gäste dem Fachvortrag.


Der derzeitige und der ehemalige Leiter der Einrichtung Serdar Büyükdere (l.) und Klaus Trömer.

AWO-Kreisvorsitzender Manfred Abels hatte die Veranstaltung eröffnet und die zahlreichen Gäste begrüßt. Darunter auch Klaus Trömer, langjähriger Leiter der Beratungsstelle, der Leiter der Dieter-Forte-Gesamtschule, Jürgen Weitz, der ehemalige Geschäftsführer der AWO Familienglobus gGmbH und spätere Kreisgeschäftsführer, Michael Kipshagen, sowie zahlreiche Mitarbeitende und Kooperationspartner der Beratungsstelle, die im Stadtteil Eller gut vernetzt ist.

In Vertretung des Jugendamtsleiter Johannes Horn sprach Lisa Warmbier ein Grußwort. Die Mitarbeiterin der Jugend- und Elternberatung der Stadt Düsseldorf bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen der AWO-Beratungsstelle und der Landeshauptstadt: „Wir schätzen die Expertise der Mitarbeitenden der Beratungsstelle sehr und werden auch künftig vertrauensvoll zusammenarbeiten“, so die Diplompsychologin.


Im Anschluss an die Veranstaltung wurde im Foyer des Saals der ev. Mirjam-Kirchengemeinde an der Schloßallee noch weitergefeiert.

Die Beratungsstelle Eller wurde vor 40 Jahren gegründet mit dem Ziel, Menschen lebensweltnah zu beraten und dabei die besonderen Bedürfnisse von Familien im Stadtteil in den Blick zu nehmen.
Auch heute noch verfolgt die Einrichtung diesen quartiersbezogenen Ansatz und arbeitet dabei eng mit dem Jugendamt der Stadt Düsseldorf sowie zahlreichen Kooperationspartnern innerhalb und außerhalb der AWO zusammen. Um dem Beratungsbedarf im Düsseldorfer Süden gerecht zu werden, wurde 2011 eine Dependance in Garath eröffnet, die sich mittlerweile zu einem Beratungszentrum weiterentwickelt hat. Darüber hinaus wurde in 2017 die Fachstelle Regenbogenfamilien der AWO Düsseldorf bei der Beratungsstelle Eller angesiedelt.

Artikel erstellt am: 16.01.2020

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