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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

Veranstaltungsreihe „Respekt und Mut“

Einrichtungen der AWO Düsseldorf beteiligen sich

(kws) Als 2001 Neonazis in Düsseldorf aufmarschierten, formierte sich Widerstand in der Landeshauptstadt. Damals entstand die Veranstaltungsreihe „Respekt und Mut“, die mit ihren jährlich rund 100 Veranstaltungen im Stadtgebiet vor allem informieren, aufklären und den gegenseitigen Austausch unterstützen soll. Mit Kabarett und Musik, Lesungen, Exkursionen und Workshops, aber auch mit Informations- und Bildungsveranstaltungen wollen die Beteiligten zeigen, auf welche Weise sich demokratisches, gemeinwohlorientiertes Engagement in Düsseldorf ausdrückt.

Rund 60 Kooperationspartner setzen sich bei „Respekt und Mut“ für ein friedliches, respektvolles Miteinander der Kulturen in Düsseldorf ein – in diesem Jahr zum 19. Mal.
Auch die Integrationsagentur der AWO Familienglobus gGmbH mit unserem Mitarbeiter Ataman Yildirim und das "zentrum plus" der AWO in Lierenfeld mit seiner Koordinatorin Anne Kühl beteiligen sich und laden zu mehreren Veranstaltungen ein:

"Diversität in mir und meinem gesellschaftlichen Umfeld" ist der Titel eines interaktiven Workshops, den die AWO Integrationsagentur zusammen mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Düsseldorf und der Servicestelle für Antidiskriminierung am 10. September 2019 um 10 Uhr im Rathaus, Marktplatz 1, veranstaltet. Die Teilnehmer*innen erhalten die Gelegenheit, die eigenen Diversity-Erfahrungen zu reflektieren und sich näher mit dem Konzept vertraut zu machen. Referentin: Diplom-Psychologin Eva van Keuk aus dem Psychosozialen Zentrum Düsseldorf.

Der "Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für Lehrer*innen und Leiter*innen in Gruppenangeboten/Kursen" ist Thema einer Veranstaltung von Aidshilfe Düsseldorf und AWO Integrationsagentur ebenfalls am 10. September um 18 Uhr im Maria-Nitzschke-Haus der AWO an der Liststraße 2 (Raum 222). Der Eintritt ist frei.

"Eine Debatte über typisches Verhalten. Von Muslimen und anderen Menschen." So lautet der Titel einer Vortragsveranstaltung, zu der die AWO Integrationsagentur zusammen mit der Polizei Düsseldorf am 25. September 2019 von 14 bis 16.30 Uhr einlädt. An der Liststraße 2 referiert Dr. Klaus Spenlen von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf über das Verhalten junger Muslime. Dabei geht es unter anderem um die Fragen "Entspricht dieses Verhalten dem Zeitgeist oder ist es Folge einer religiösen Prägung? In seinem Vortrag spricht Spenlen unter anderem über das Geschlechterverhältnis im Islam, über koranische Erziehungsgrundlagen und traditionelle Erziehungsmuster sowie über Beziehungsfragen im Islam. Der Eintritt ist frei.

Zu einer "Radel-Karawane des Interkulturellen Dialogs" laden die Polizei Düsseldorf und die AWO Integrationsagentur am 3. Oktober 2019 von 10.30 bis etwa 16.30 Uhr ein. Der Treffpunkt/Start wird bei Anmeldung bekanntgegeben. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Am Tag der Deutschen Einheit, der zugleich Tag der Offenen Moschee ist, durchqueren die Radler*innen auf der bereits vierten Moscheetour die Nord-Süd-Achse Düsseldorfs. Auf der knapp 20 Kilometer langen Strecke entdecken und erleben die Teilnehmenden die Vielfalt der zuweilen versteckten urbanen Moscheegebäude, vor allem aber die Gastfreundschaft und den Dialog mit den Menschen in diesen Gemeinschaften. Start- und Zielort sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Fahrradmitnahme möglich!) zu erreichen. Teilnahme auf eigene Gefahrt und nur nach Anmeldung (maximal 30 Personen mit verkehrssicheren Fahrrädern).

AWO-Mitarbeiter Ataman Yildirim (links) und Dirk Sauerborn (Polizei Düsseldorf) organisieren die Radtour zu den Moscheen in Düsseldorf. (Archivfotos: AWO)

Eine Lesung der Autorin Marina Jenkner steht auf dem Programm am 4. Oktober 2019 von 17.30 bis 19.30 Uhr im "zentrum plus" der AWO in Lierenfeld, Leuthenstraße 36. Mitveranstalter ist das Multikulturelle Forum. Titel: „Die UnWillkommenen“. Der Eintritt ist frei. Das Thema Flucht ist derzeit in aller Munde. Wir sprechen von „den“ Flüchtlingen und assoziieren damit gegenwärtig bestimmte Gruppierungen aus bestimmten Kulturkreisen. Fluchterfahrungen und Fluchtursachen sind heterogen. Das Ziel ist jedoch immer dasselbe: Ein besseres Leben in Frieden und Sicherheit. In „Die UnWillkommenen“ verknüpft Marina Jenkner die Geschichte einer syrischen Flüchtlingsfamilie mit jener ihrer eigenen Vorfahren, die am Ende des zweiten Weltkrieges aus den deutschen Ostgebieten fliehen mussten. Weitere Infos unter Telefon 0211 957429-42.

Ein Fachtag der Düsseldorfer Integrationsagenturen im Bürgerhaus Bilk, Bachstraße 143, befasst sich am 30. Oktober 2091 von 9.30 bis 13.30 Uhr mit dem Thema "Mehrfachdiskriminierung im sozialen und beruflichen Kontext". Mehrfachdiskriminierung kommt in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vor. Menschen werden dabei aufgrund unterschiedlicher Merkmale wie Hautfarbe, sexueller Orientierung, Herkunft usw. diskriminiert. Diese Merkmale spielen auch in beruflichen und privaten Situationen eine Rolle und können zu einer Bevorteilung oder auch zu einer Benachteiligung führen. In der Fachveranstaltung werden unterschiedliche Lebensbereiche beleuchtet mit dem Ziel, sich über Mechanismen, Strukturen und eigene Denkweisen bewusst zu werden und diese zu reflektieren. Anmeldung bis 25. Oktober.

Der Spaß darf nie zu kurz kommen: Die AWO Integrationsagentur und die Sinti Union Düsseldorf können schon auf einige tolle gemeinsame Veranstaltungen zurückblicken.

Was wisst Ihr über Sinti und Antiziganismus? Diese Frage stellen die AWO Integrationsagentur und die Sinti Union Düsseldorf bei ihrer Veranstaltung mit Musik, Dialog und interessanten Begegnungen am 27. November 2019, ab 18 Uhr, an der Liststraße 2. Sinti sind eine eigenständige ethnische Minderheit, die seit 600 Jahren in Deutschland lebt. Immer wieder sind Sinti von Diskriminierungen und Antiziganismus betroffen. Die Veranstaltung dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Mit Dialog und Austausch sollen Vorurteile abgebaut und ein offener Dialog auf Augenhöhe gefördert werden.
Es spielt das Danjetto-Winterstein-Quartett. Der Eintritt ist frei.

"Der böse Blick. Wie Blicke verletzen können." ist der Titel eines Workshops, den die AWO Integrationsagentur zusammen mit der Antidiskriminierungstelle SABRA am 22. Januar 2020 um 13.30 Uhr im Maria-Nitzschke-Haus der AWO an der Liststraße 2 (Raum 421) veranstaltet. Wer kennt es nicht? Das unbehagliche Gefühl, wenn man in der Bahn oder auf dem Spielplatz von fremden Menschen angestarrt wird und sich fragt, was los ist. Oder auch umgekehrt, wenn jemand so sehr aus der Masse heraussticht, dass man kaum seine Augen von dieser Person lassen kann. Doch was macht es mit einer Person, wenn man wegen seiner äußeren Merkmale immer wieder angestarrt wird? Ist es tatsächlich so, dass man als sichtbare Minderheit von der Mehrheitsgesellschaft öfter angestarrt wird? In dem Workshop wird nach Antworten gesucht.

Fragen und Anmeldungen zu den oben genannten und allen anderen Veranstaltungen der Reihe „Respekt und Mut“ richten Sie bitte an

ataman.yildirim@awo-duesseldorf.de
Tel. 0211 60025-181.

Den vollständigen Veranstaltungskalender von „Respekt und Mut“ finden Sie hier.

Artikel erstellt am: 06.09.2019

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