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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

„Till Eulenspiegel“ feierte 40. Geburtstag

Oberbürgermeister Thomas Geisel würdigte „Pionierarbeit“ der AWO

(keh) Bei einem bunten Fest anlässlich des 40. Geburtstages des Kinder- und Jugendanwalts der AWO Düsseldorf, „Till Eulenspiegel“, gaben sich gleich drei „Tills“ auf dem Siegplatz in Unterbilk ein Stelldichein. Der ehemalige AWO-Mitarbeiter Peter Arnold, der die Einrichtung Ende der 1970er Jahre mit aufgebaut hat, hatte sich ebenso auf den Weg zum Festplatz gemacht wie Ina Schubert, die die Figur des „Till Eulenspiegels“ viele Jahre lang ausfüllte.  Begrüßt wurden sie vom jetzigen „Till“, Gesa Kaiser.

Till im Trio: (v.li.) Peter Arnold, Gesa Kaiser und Ina Schubert (Fotos: kws)

AWO-Kreisvorsitzender Manfred Abels (Foto) dankte in seinem Grußwort allen Mitarbeitenden, die in den vergangenen Jahrzehnten daran mitgearbeitet haben, die Kinderrechtskonvention in Düsseldorf mit Leben zu füllen. Kinder und Jugendliche sollten sich einmischen, sollten mitdiskutieren und mitgestalten: „Das tut unserer Gesellschaft gut.“

Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel (im Bild mit Gesa Kaiser) lobt die „Pionierarbeit“, die die AWO Düsseldorf bei der Umsetzung der Kinderrechtskonvention geleistet habe. Zugleich stellte er sich auf die Seite der Kinder und Jugendlichen, die seit Monaten freitags für mehr Klimaschutz auf die Straße statt in die Schule gehen: Die Kinder hätten ein Recht auf Zukunft und eine saubere Umwelt, da müsse die Schulpflicht mal hintenanstehen, so der fünffache Vater unter dem Applaus der Gäste.

Währenddessen hatte für die Kinder auf dem Siegplatz die Party bereits begonnen. Trotz brütender Hitze amüsierten sich die Kids an der Wurfbude, bemalten Jutebeutel und hatten ihren Spaß beim Mitmach-Zirkus und dem Auftritt der „Impulz-Theater-Projekte“, die Szenen zum Thema Kinderrechte inszenierte.

Riesenspaß bei strahlendem Sonnenschein: Beim Jubiläumsfest auf dem Siegplatz...

 ...war für Groß und Klein etwas dabei.

Der Kinder- und Jugendanwalt „Till Eulenspiegel“ hat 1979 seine Arbeit aufgenommen. Ein Novum in der Kinder- und Jugendarbeit, das bundesweit Anerkennung fand.
Um den Bedürfnissen der Kinder weltweit mehr Beachtung zu schenken, hatte die UNO das Internationale Jahr des Kindes ausgerufen. Gleichzeit richtete die UNO-Menschenrechtskommission Arbeitsgruppen ein, die eine Konvention über die Rechte des Kindes ausarbeiteten. 1989 wurde die Konvention von allen Ländern angenommen – mit Ausnahme der USA.

„Till Eulenspiegel“ war zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Jahre lang in der Landeshauptstadt aktiv und hatte schon einiges erreicht: Gemeinsam mit den Kindern hatte er sich dafür stark gemacht, dass Schulhöfe nachmittags als Spielflächen genutzt werden können, dass Brachflächen in Kinder- und Abenteuerspielplätze umgewandelt wurden und die Kinder fortan auch bei der Stadtgestaltung ein Wörtchen mitzureden hatten – so zum Beispiel bei der Umgestaltung der Rheinuferstraße.

Auch künftig wird „Till Eulenspiegel“ sich für die Rechte der Kinder in der Landeshauptstadt starkmachen. Er wird mit seinem Kinderrechtemobil durch die Stadt düsen, wird Schulen besuchen, um die Kinder und Jugendlichen über ihre Rechte und ihre Mitsprache-Möglichkeiten aufzuklären und Workshops für Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern anbieten, um auch diese mehr für das Thema sensibilisieren. Es bleibt noch viel zu tun.

Gute Laune beim Till-Jubiläum: (v.l.) Angelika Wien-Mroß, stellvertretende Vorsitzende im AWO-Kreisvorstand, Bezirksbürgermeister Markus Siegesmund mit Sohn, Oberbürgermeister Thomas Geisel, Gudrun Siebel (Prokuristin in der AWO Familienglobus gGmbH), AWO-Kreisgeschäftsführerin Marion Warden und Kreisvorsitzender Manfred Abels.

Artikel erstellt am: 04.07.2019

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