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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

Warnstreik: Vor allem Kindertagesstätten und Offene Ganztagsschulen betroffen

(keh) Auch Mitarbeitende der AWO Düsseldorf haben sich am Warnstreik beteiligt, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, um ihren Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen. Aufgrund der guten Vorbereitung innerhalb des Düsseldorfer Kreisverbandes und ihren Tochterunternehmen konnte der Geschäftsbetrieb in fast allen Einrichtungen der AWO Düsseldorf aufrechterhalten werden.

Vor allem Mitarbeitende der Kindertagesstätten und der Offenen Ganztagsschulen hatten sich an dem eintägigen Warnstreik beteiligt. Damit die Eltern der Kita-Kinder nicht vor verschlossenen Türen stehen, waren alle Eltern im Vorfeld über mögliche Einschränkungen im Kita-Betrieb informiert und Vereinbarungen mit der Stadt Düsseldorf über Betreu-ungsmöglichkeiten in städtischen Kitas getroffen worden. Von den rund 300 Erzieher*innen in den 25 Kitas der AWO Familienglobus gGmbH hatten sich 74 an dem Streik beteiligt. Dies führte dazu, dass drei Kitas geschlossen blieben, in sechs Kitas Notgrup-pen eingerichtet wurden und zwei nur mit eingeschränktem Betrieb geöffnet blieben. In den übrigen Kindertageseinrichtungen lief der Betrieb normal weiter.

In den 17 Offenen Ganztagsschulen, die von der AWO Berufsbildungszentrum gGmbH betrieben werden, blieben sechs aufgrund des Streiks geschlossen, in zwei OGS waren Notgruppen eingerichtet worden, in den übrigen lief der Betrieb wie gewohnt weiter.  

Da die AWO VITA gGmbH (Senioren- und Behindertenhilfe) bereits im Vorfeld eine Ver-einbarung mit Verdi getroffen hatte, gab es in den vier stationären Einrichtungen der VITA keine Engpässe in der Versorgung und Betreuung der Bewohner*innen.

Die AWO.DUS, eine weitere Gesellschaft der AWO-Düsseldorf, die u.a. die Zentralküche betreibt, beteiligte sich nicht am Streik. Somit gab es in den Einrichtungen der AWO Düs-seldorf auch wie gewohnt warmes Essen.

Kreisgeschäftsführerin Marion Warden: „Natürlich habe ich Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaft und unserer Beschäftigten auf eine weitestgehende Angleichung der Besoldung an die des Öffentlichen Dienstes. Gleichzeitig bin ich froh, dass unsere Geschäftsbereiche sich gut auf diesen Warnstreik vorbereitet hatten, so dass in einem Großteil unserer Einrichtungen der Betrieb normal weiterlaufen konnte, kein Kind vor einer geschlossenen Kita stand und die Bewohnerinnen und Bewohner in unseren stationären Einrichtungen gut versorgt waren. Ich bin zuversichtlich, dass die Verhandlungspartner bald eine Kompromisslösung in dieser Tarifauseinandersetzung finden werden.“

Artikel erstellt am: 29.01.2019

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