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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

Kinder als Brückenbauer zwischen den Kulturen

AWO Düsseldorf eröffnet erste deutsch-chinesische Kita bundesweit

(keh) Im Beisein des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt, Thomas Geisel, des chinesischen Generalkonsuls, Haiyang Feng, des Vorsitzenden der Chinese Enterprise Association NRW, Hong Yang, der AWO-Kreisgeschäftsführerin, Marion Warden, und vielen weiteren Gästen hat die AWO Familienglobus gGmbH die erste deutsch-chinesische Kita eröffnet. Sie ist nicht nur die erste Kita dieser Art in der Landeshauptstadt und in NRW, sondern die erste öffentlich geförderte deutsch-chinesische Kita bundesweit. 25 Kindertagesstätten unterhält die AWO Düsseldorf somit in der Landeshauptstadt.


 
Gruppenfoto mit Pandabären (v.l.): AWO-Kreisgeschäftsführerin Marion Warden, Vorstandsmitglied Angelika Wien-Mroß, Detlef Weber, Geschäftsführer der AWO Familienglobus gGmbH (hinten), Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, der chinesische Generalkonsul, Haiyang Feng, Oberbürgermeister Thomas Geisel, Gudrun Siebel, Prokuristin der AWO Familienglobus gGmbH und unter anderem zuständig für die Kindertageseinrichtungen, und Hong Yang, Vorsitzender der Chinese Enterprise Association. (alle Fotos: kws)

Zwei Jahre lang haben die Verantwortlichen der AWO Düsseldorf und Vertreterinnen und Vertreter der chinesischen Seite diese Kita geplant. Entsprechend groß war somit auch der Andrang bei der Eröffnung dieser Kita, die sich an der Münsterstraße 304 befindet. Träger der Einrichtung ist die AWO Familienglobus gGmbH, für die Heranführung der Kinder an die chinesische Sprache und Kultur zeichnet die chinesischen Hanyuan-Sprachschule verantwortlich, die ihren Sitz ebenfalls an der Münsterstraße 304 hat.

AWO-Kreisgeschäftsführerin Marion Warden bedankte sich bei all denen, die sich für diese deutsch-chinesische Kooperation stark gemacht haben, allen voran die Landeshauptstadt Düsseldorf, die den rund 550.000 Euro teuren Umbau der ehemaligen Büroflächen mitfinanziert hat. „Unser oberstes Ziel ist es, den Kindern in der Kita eine Atmosphäre von Geborgenheit zu geben, so dass sie sich rundum wohlfühlen. Wir möchten unseren Kindern gemeinsame Werte wie Selbstvertrauen, Toleranz, Neugier und Freundschaft vermitteln. Wir leben unseren Kindern vor, dass die Welt bunt und vielfältig ist und dass es auch bei anderen Kulturen viel zu entdecken gibt“, so die Kreisgeschäftsführerin.


 
Im Anschluss an die Eröffnung übergaben der chinesische Generalkonsul Hong Yang und Oberbürgermeister Thomas Geisel das Außengelände seiner Bestimmung. 23.000 Euro hatte die Chinese Enterprise Association für die Gestaltung des Geländes gespendet.

Auch Oberbürgermeister Geisel war voll des Lobes über dieses Kooperationsprojekt. Mehr als 500 chinesische Unternehmen haben mittlerweile ein Standbein in der Landeshauptstadt, über 3500 Chinesinnen und Chinesen leben in der Rheinmetropole. „Die Menschen kommen als Vertreter der Unternehmen und schlagen hier Wurzeln“, so Thomas Geisel. Mittlerweile lebten „313 Kinder im kitaüblichen Alter“ in Düsseldorf. „Dies hier ist eine wunderbare Kita. Ich bin sicher, dass sich die Kinder hier wohlfühlen“, so der Oberbürgermeister.


 
Kinder aus der AWO-Kita Pusteblume unterhielten die illustre Gästeschar mit ein paar Liedern.

„Vor zwei Jahren haben wir die Vereinbarung über die Zusammenarbeit geschlossen. Nun wird geerntet“, sagte der chinesische Generalkonsul, Hong Yang. Er war mit großem Gefolge zur Kita-Eröffnung gekommen und lobt die guten Beziehungen zwischen Düsseldorf und China, die im Laufe der vergangenen Jahre immer enger geworden seien. „Und deshalb investieren die Chinesen auch gerne in der Landeshauptstadt“, so der Generalkonsul. „Diese Kita gibt uns Hoffnung und den Familien, deren Kinder hier den Tag verbringen, ein Gefühl der Zugehörigkeit.“

Ähnlich äußerte sich Hong Yang, Vorsitzender der Chinese Enterprise Association. Die Ankündigung, in Düsseldorf eine deutsch-chinesische Kita zu eröffnen, habe in China ein großes Echo ausgelöst und man hoffe sehr, dass die deutsch-chinesische Zusammenarbeit weiter vertieft werde. Sprache sei „Träger von Zivilisation und Kultur“ und die Kinder, die diese Kita besuchten, seien „Botschafter und Brückenbauer der deutsch-chinesischen Freundschaft“.


 
Die Vertreterinnen und Vertreter der Chinese Enterprise Association hatten für alle Kinder Pandabären aus Plüsch mitgebracht.


Artikel erstellt am: 19.09.2018

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