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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

„Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“

„Wohnpaar auf Zeit“: Ein Wohnmodell, das Generationen verbindet

(keh) Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf macht die AWO Düsseldorf sich dafür stark, Studierende sowie Auszubildende bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum zu unterstützen. 'Wohnpaar auf Zeit' heißt das Programm, das nun gemeinsam von Stadt und AWO der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Bezahlbarer Wohnraum in Düsseldorf ist knapp. Während Studierende und Auszubildende preisgünstige Zimmer suchen, steht mancherorts Wohnraum in zu groß gewordenen Wohnungen und Häusern leer.  Das Programm „Wohnpaar auf Zeit“ bringt beide Seiten zusammen und steht für eine neue, moderne Form des Zusammenlebens verschiedener Generationen. Studierende und Auszubildende finden preisgünstigen Wohnraum bei privaten Eigentümern und Eigentümerinnen. Im Gegenzug verpflichten sich die jungen Leute, ihren Vermieter bzw. ihre Vermieterin im Alltag zu unterstützen oder gemeinnützige Arbeit zu leisten.


 
Stellten das neue Programm "Wohnpaar auf Zeit" vor (v.l.): AWO-Kreisgeschäftsführer Michael Kipshagen, Susanne Schön, Mitarbeiterin der  Initiative Ehrenamt der AWO Düsseldorf, Dezernent Christian Zaum, Lidia Wilhelm vom Amt für Wohnungswesen und Amtsleiter Thomas Nowatius. (Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister)

Das Programm wendet sich an Personen, die in Düsseldorf wohnen und in ihrem Haus oder ihrer Wohnung ausreichend Platz für eine weitere Person haben. Wer Wohnraum anbietet sollte an einem Austausch mit jungen Menschen interessiert sein und sich vorstellen können, Studierenden oder Auszubildenden Wohnraum preiswert zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam "unter einem Dach" zu wohnen.

Miete müssen die jungen Leute für ihr Zimmer und die Mitbenutzung von Küche und Badezimmer nicht  bezahlen, sondern lediglich anteilig die Betriebskosten. Im Gegenzug erklären sie sich bereit,  dem Vermietenden maximal zwölf Stunden monatlich zur Hand zu gehen. Dies können Alltagshilfen sein wie zum Beispiel die Erledigung von Einkäufen, Gartenarbeit oder auch Kinderbetreuung. Manche Wohnraumanbieter wollen von ihrer neuen Mitbewohnerin oder ihrem neuen Mitbewohner möglicherweise keine Gegenleistung. In diesem Fall können die zwölf Stunden auch in einem gemeinnützigen Projekt oder einer Einrichtung der AWO Düsseldorf abgeleistet werden.  Aus rechtlichen Gründen sind in allen Modellen Pflegeleistungen jeglicher Art ausgeschlossen.


 
AWO Kreisgeschäftsführer Michael Kipshagen: „Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

AWO Kreisgeschäftsführer Michael Kipshagen ist von dem Projekt sehr angetan: „Dieses Projekt stellt wirklich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten da. Junge Menschen finden so in der Landeshauptstadt bezahlbaren Wohnraum. Die Wohnraumeigentümer und -eigentümerinnen werden unterstützt bei der Bewältigung des Alltags und können so auch dann noch in ihren Wohnungen und Häuser verbleiben, wenn sie nicht mehr so mobil sind und beispielsweise nicht mehr ohne Hilfe einkaufen oder ihr Haus und ihren Garten pflegen können. Und wer diese Hilfe noch nicht benötigt und die junge Menschen sich dafür ehrenamtlich bei AWO Düsseldorf engagieren, kommt dies letztlich auch Menschen zugute, die Hilfe benötigen“, so Michael Kipshagen.

Der Kreisgeschäftsführer zeigte sich optimistisch, dass das Programm erfolgreich sein werde.  Schließlich würde die Erstgespräche mit den Wohnraumsuchenden und den Wohnraumanbietern mit großer Sensibilität geführt. Nur so könne gewährleistet werden, dass die Wohnpaare auf Zeit auch gut zusammenpassen. Und wenn es tatsächlich einmal Probleme geben sollte, stehe das Wohnungsamt mit Rat und Tat zur Seite. „Die Chemie zwischen den Parteien muss stimmen, dann funktioniert die Sache auch“, ist sich Michael Kipshagen sicher.

Die Fäden für das Programm "Wohnpaar auf Zeit" laufen zusammen im städtischen Amt für Wohnungswesen an der Brinckmannstraße 5, 40225 Düsseldorf. Ansprechpartnerin ist  Lidia Wilhelm, Telefon: 0211.89-94499, E-Mail: lidia.wilhelm@duesseldorf.de Wenn ein Wohnraumanbieter selbst keine Hilfe benötigt, wird Lidia Wilhelm sich mit der Initiative Ehrenamt der AWO Düsseldorf in Verbindung setzen. Gemeinsam wird dann eine geeignete Einsatzstelle gesucht und mit Sicherheit auch gefunden werden.

Artikel erstellt am: 14.06.2017

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