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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

Fortführung des Programms „STAR – Schule trifft Arbeitswelt“

IFD Düsseldorf als Kooperationspartner weiter dabei

(ksbe) Das Programm STAR (Schule trifft Arbeitswelt) richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Schwerbehinderung und/oder Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, für die der allgemeine Arbeitsmarkt eine besondere Hürde darstellt. Wichtiger Kooperationspartner bei der Umsetzung des STAR-Programms ist der Integrationsfachdienst (IFD) Düsseldorf, der Bestandteil der Hauptabteilung der Behindertenhilfe der AWO VITA gGmbH ist.

Bislang wurde STAR größtenteils durch das Bundesprogramm „Initiative Inklusion“ finanziert. Jetzt haben sich die Landesregierung, die Landschaftsverbände (LVR und LVM) und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit darauf verständigt, die Finanzierung zu übernehmen und fortzuführen. Die Fortführung dieses Programms und die wichtigsten Eckpunkte wurden nun im Café Grenzenlos vorgestellt. Bei der Präsentation waren u.a. Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer, Staatssekretär Ludwig Hecke, Torsten Withake, Geschäftsführer Arbeitsmarktmanagement Regionaldirektion NRW, Prof. Dr. Angela Faber, Dezernentin für Schulen und Integration beim Landschaftsverband Rheinland und Matthias Münning, Sozialdezernent des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe anwesend.

Der IFD Düsseldorf begleitet frühzeitig den Berufsorientierungsprozess durch Potentialanalysen, individuelle Berufswegeplanung, Betriebserkundungen und Praktika, damit die Betroffenen nach der Schulzeit eine passgenaue Beschäftigung finden.

(V. l.) IFD-Fachberaterin Martina Schlosser-Weidmann, Marcel (Auszubildender Fachpraktiker/Küche), Christa Tappe-Engelmann (Abteilungsleitung Integration und Arbeit des IFD), Praktikant David aus dem Café Grenzenlos und IFD-Fachberater Eric Hilt. (Alle Fotos: ksbe)

Die Frage "Wie geht es nach der Schule weiter?" steht am Anfang der Arbeit der Fachberaterinnen und Fachberater des IFD. Diese Frage beschäftigt Schülerinnen, Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer gleichermaßen. Welche Wege bieten sich behinderten Menschen nach der Schule? Und wie kann man sie frühzeitig und proaktiv in der Schule so fördern, dass sich für sie Alternativen zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen eröffnen?

Diese Fragen beschäftigten auch den 21-jährigen Marcel und seine Schule. Antworten auf diese Fragen zu geben und Marcels individuelle Stärken herauszufinden, waren Aufgaben seiner Fachberaterin des IFD, Martina Schlosser-Weidmann.

Zwei, die sich gut verstehen. Marcel im Gespräch mit seiner Fachberaterin Martina Schlosser-Weidmann.

Marcel hatte einen Bedarf an sonderpädagogischer Förderung. 2015 kam seine Schule auf den IFD Düsseldorf zu und bat um Unterstützung bei der Berufsorientierung.

Neben intensiven Beratungsgesprächen organisierte der IFD ein Langzeitpraktikum bei einem Catering-Unternehmen, das Marcel bereits während eines Schnupperpraktikums kennenlernte. Marcel überzeugte während seines Betriebspraktikums so sehr, dass das Unternehmen ihm einen Ausbildungsplatz als Fachpraktiker/Küche anbot. Während der Ausbildung zeigte sich bei Marcel ein erhöhter Unterstützungsbedarf – besonders beim Erlernen neuer Tätigkeiten. Um Marcel auch in diesem Punkt zu unterstützen, beauftragte der IFD einen Jobcoach, der mit ihm diese Arbeitsläufe trainierte. Mit Erfolg: Inzwischen hat Marcel seine Zwischenprüfung erfolgreich abgelegt und wird, wenn alles nach Plan läuft, bald seine Abschlussprüfung mit Aussicht auf Übernahme absolvieren.

Marcel steht exemplarisch für die erfolgreiche Arbeit und das Miteinander des IFD und seiner Partnerinnen und Partner sowie seiner Auftraggeberinnen und Auftraggeber.

Artikel erstellt am: 03.05.2017

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