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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

„Integration gehört zu unseren Kernaufgaben“

AWO Berufsbildungszentrum gGmbH eröffnet erste KAUSA Servicestelle in Düsseldorf

(keh) Die AWO Berufsbildungszentrum gGmbH (BBZ) hat ihr Engagement für Jugendliche mit Migrationshintergrund ausgeweitet und die erste KAUSA Servicestelle in der Landeshauptstadt eröffnet. Sie hat ihren Sitz an der Erkrather Straße 343, fünf Mitarbeitende sind in dem Projekt tätig, das von BBZ-Abteilungsleiter Christian Klevinghaus geleitet wird.

Bei der Eröffnung der KAUSA  Servicestelle im AWO Berufsbildungszentrum mit dabei: (v.li.) Roland Schüßler (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf), Stadtdirektor Burkhard Hintzsche sowie Gerburg Benneker (Bundesinstitut für Berufsbildung - BIBB), Christian Klevinghaus (Abteilungsleiter im BBZ und KAUSA-Projektleiter), Feben Arha (wissenschaftliche Mitarbeiterin der KAUSA Servicestelle), Katharina Kabata (Vorsitzende des Integrationsrates Düsseldorf), AWO Kreisgeschäftsführer Michael Kipshagen und BBZ-Geschäftsführer Wolfgang Förster. (Fotos: kws)

Die Ausbildungsbeteiligung von jungen Migranten und Geflüchteten erhöhen, deren Eltern über die berufliche Ausbildung informieren sowie Selbstständige mit Migrationshintergrund für die Berufsausbildung gewinnen, das sind die Ziele dieses Projekts, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Auch der Europäische Sozialfonds und die AWO Sozialstiftung leisten Anschubfinanzierung.

Zur Auftaktveranstaltung waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Düsseldorf, der Kammern, der Agentur für Arbeit, der Migrantenorganisationen sowie weitere Kooperationspartner der AWO Berufsbildungszentrum gGmbH an den Flinger Broich gekommen.

AWO Kreisgeschäftsführer Michael Kipshagen (im Bild links) begrüßte die rund 50 Gäste, darunter auch Burkhard Hintzsche, Stadtdirektor der Landeshauptstadt, Roland Schüßler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf und Katharina Kabata, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Düsseldorf, die ebenfalls Grußworte vortrugen.

Wie Michael Kipshagen ausführte, sei es eine gute Entscheidung gewesen, die AWO Berufsbildungszentrum gGmbH damit zu beauftragen, diese  erste KAUSA-Servicestelle stadtweit zu leiten. „Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und der Einsatz für Flüchtlinge gehören seit der Gründung der Arbeiterwohlfahrt vor fast 100 Jahren zu unseren Kernaufgaben. Wir haben bereits die notwendigen Arbeits- und Vernetzungsstrukturen geschaffen, auf die wir zurückgreifen können, um dieser Servicestelle nachhaltig zum Erfolg zu verhelfen“, so Michael Kipshagen.

Auch BBZ-Geschäftsführer Wolfgang Förster (Foto) ergriff kurz das Wort und erinnerte an die Anfänge des Berufsbildungszentrums. Dieses war 1978 mit einer „Maßnahme zur beruflichen und sozialen Eingliederung jugendlicher Ausländer“ gestartet, einem Programm, an dem zwölf männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund teilgenommen haben. Heute ist das BBZ der größte Anbieter auf dem Feld der Jugendberufshilfe in der Landeshauptstadt. „Wir sind also gut aufgestellt, um auch diese neue Aufgabe zu meistern“, so Wolfgang Förster.

Gerburg Benneker (Foto), Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA) beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), erläuterte, dass es für Jugendliche mit Migrationshintergrund nach wie vor schwierig sei, auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Ursachen hierfür seien mannigfaltig. Schlechtere – oder überhaupt keine – Schulabschlüsse, die mangelnde Information über die große Vielfalt an Ausbildungsberufen und die geringe Unterstützung durch das Elternhaus seien einige der Gründe dafür. Die KAUSA Servicestellen dienten dazu, diese Situation zu verbessern und Menschen mit Migrationshintergrund sowie Flüchtlingen die gleichen Chancen auf berufliche Integration zu ermöglichen. Zudem sollten mehr Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland bereits eigene Unternehmen führen, besser über das duale Ausbildungssystem informiert werden, so dass sie ihrerseits duale Ausbildungen in ihren Betrieben durchführen können.  Voraussetzung hierfür sei vor allem eine noch stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit aller Akteure.

Projektleiter Christian Klevinghaus (rechts) mit seinem Team von der KAUSA Servicestelle (v.l.):

  • Jennifer Rudolph (pädagogische Mitarbeiterin),
    Kontakt: 0211 91372-417 (Schwerpunkt Jugendliche)
  • Pervin Kaya (Projektassistentin),
    Kontakt: 0211 60025-903
  • Emine Yilmaz (pädagogische Mitarbeiterin),
    Kontakt: 0211 91372-417 (Schwerpunkt Geflüchtete und Eltern)
  • Feben Arha (wissenschaftliche Mitarbeiterin),
    Kontakt: 0211 91372-416
  • Anestis Tsentemeidis (pädagogischer Mitarbeiter),
    Kontakt: 0211 91372-416 (Schwerpunkt Betriebe)

Artikel erstellt am: 09.09.2016

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