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Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

Flüchtlinge kochen Köstlichkeiten beim „Fest der Kulturen“

Starke AWO-Beteiligung beim "Kö-Pi"-Fest in Gerresheim

(E. W.-H.) Dass die Flüchtlinge, die seit Ende vergangenen Jahres an der Blanckertzstraße in Ludenberg eine vorläufige Bleibe gefunden haben, im Stadtbezirk gut integriert und akzeptiert sind, wurde beim großen Straßenfest des Nachbarschaftsvereins „Kö-Pi“ aus Gerresheim deutlich: Bei diesem Fest, das am Samstag, 3. September 2016, bereits zum 21. Mal von dem Verein organisierte, waren in diesem Jahr auch die Flüchtlinge mit von der Partie. Sie bereiteten köstliche Speisen aus ihrer Heimat zu, die bei den Besucherinnen und Besuchern reißenden Absatz fanden.



Manuel Gholi Sabzabadi aus dem Iran (l.) dirigierte die große Zahl an Flüchtlingen, die sich an der Kochaktion beteiligten. Ihm zur Seite sein Landsmann Massoud Jabbari, seit langem ehrenamtlich für die AWO Düsseldorf im Einsatz. (Alle Fotos: Elisabeth Wiles-Hahne)

Um die Zugehörigkeit der Flüchtlinge im Stadtbezirk zu unterstreichen, haben die Organisatoren das Straßenfest in diesem Jahr unter das Motto „Fest der Kulturen“ gestellt. Bei allerschönstem Sommerwetter kamen viele Anwohnerinnen und Anwohner sowie viele Gäste in die Heinrich-Könn- und Ursula-Trabalski-Straße in Gerresheim und genossen das vielseitige Angebot.


 
Zahra Ahmadi aus dem Iran und ihre Mutter aus Afghanistan hatten sich ebenfalls an der Koch-Aktion beteiligt. Rechts im Bild Massoud Jabbari.

Bereits um zehn Uhr begannen Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, dem Libanon und dem Iran in der „Kö-Pi-Küche“ an der Ursula-Trabalski-Straße süße und pikante Speisen zuzubereiten. Die Regie dabei übernahm „Starkoch“ Manuel Gholi Sabzabadi aus dem Iran. Er wusste genau, was zu tun war, denn vor seiner Flucht führte er ein eigenes, gutgehendes Restaurant in Teheran, das bekannt war für seine hervorragenden Speisen. Ehepaar Thakra Namo und Mahmud Yusef aus Syrien, Zahra Ahmadi aus dem Iran und ihre Mutter aus Afghanistan halfen ihm bei der Zubereitung. Alle konnten sich bereits ziemlich gut auf Deutsch verständigen – doch wenn es mal schwierig wurde, war sofort Massoud Jabbari aus dem Iran zur Stelle, der bei Bedarf dolmetscht und übersetzt. Seit langem engagiert sich Jabbari ehrenamtlich bei der AWO Düsseldorf.


 
Stolz präsentieren die Flüchtlinge die zahlreichen Platten mit süßen und pikanten Speisen, die sie seit dem Morgen für die Festgäste vorbereitet hatten.

 
Am AWO-Stand bot das Quartier Benderstraße wieder Waffeln an und der AWO Ortsverein Gerresheim, der ambulante Pflegedienst der AWO VITA gGmbH sowie das „zentrum plus“ der AWO Ludenberg informierten über die Flüchtlingsarbeit der AWO Düsseldorf. Unser Foto zeigt von links: Melanie Reichartz, Koordinatorin offene Seniorenhilfe, Kasia M. Jachimowicz-Ast, Leiterin des ambulanten Pflegediensts der AWO VITA gGmbH, Evelyn Hennigsen, Mitarbeiterin im „zentrum plus“ der AWO Ludenberg, und Helga Leibauer, Vorsitzende des AWO Ortsvereins Gerresheim und Mitglied des AWO Gesamtvorstands.



Die Besucherinnen und Besucher des Festes konnten am AWO-Stand auch ihre persönlichen Botschaften an die Flüchtlinge hinterlassen. Sophie Voets-Hahne, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Nachbarschaftsvereins „Kö-Pi“ und Kunstpädagogin, nutzte die Aufmerksamkeit des Publikums zwischen den musikalischen Einlagen und trug „Drei-Minuten-Geschichten“ von Flüchtlingen vor.


 
Helga Mannsfeld, Koordinatorin der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit der  AWO Düsseldorf war auch vor Ort. An ihrer Seite Dorothea Bender-Lubej, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagiert.

 
Schlange stehen für Köstlichkeiten aus aller Welt.


Artikel erstellt am: 06.09.2016

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