Kopfbild-Frau-mit-Junge.jpg

Gemeinsam anders. Zusammen sozial.

Studierende sammeln Spielzeug für die AWO

(E.W.-H.) Anfang Juni kamen die AStA-Vertreter der Heinrich-Heine-Universität mit Kartons und Tüten voller Geschenke: Sie brachten Spielzeug-Spenden von Düsseldorfer Studenten für die Kinder in den Familienwohngruppen, Kinderschutzfamilien und für Kinder in Familien, die von der ambulanten Erziehungshilfe der AWO betreut werden.

Unter dem Motto „Holt euer Spielzeug raus und helft Düsseldorfer Kindern" hatte der AStA Anfang des Jahres eine Sammelkampagne bei den rund 17.000 Studierenden der Uni Düsseldorf gestartet. „Wir wollen nicht nur etwas zu Weihnachten verschenken, sondern auch im Alltag an unsere Mitmenschen denken", so die AStA-Vorsitzende Yasemin Akdemir.

Die Zusammenarbeit mit der AWO ist für sie nicht neu. Den Kontakt zu den Kinderschutzfamilien bekamen die Studierenden über die AWO Schuldnerberatungsstelle an der Uni im letzten Jahr im Rahmen ihrer Weihnachtsgeschenk-Aktion. „Man sollte nicht nur Weihnachten Gutes tun, sondern sich generell sozial mehr engagieren und sich auch nach links und rechts umschauen", so die AStA Vorsitzende.

Bei den AWO-Mitarbeiterinnen kommt diese Einstellung gut an. „Mir gefällt, dass die Studierenden ihren Blick auf Menschen richten, die in anderen Lebenssituationen sind", so Helga Mannsfeld, Leiterin der ambulanten Erziehungshilfe für Familien und Kinder. Ihre Kollegin Petra Meiers, Fachberaterin Kinderschutzfamilien, pflichtet ihr bei: „Die Familien sind häufig in wirtschaftlichen Notlagen und qualitativ hochwertiges Spielzeug ist oft nicht vorhanden."

Der Arbeitsbereich Kinderschutzfamilien betreut mit drei pädagogisch-therapeutischen Fachberatern zurzeit 25 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren in Bereitschaftspflegefamilien. Bei einer Gefährdung des Kindeswohls oder in akuten Notsituationen werden die Kinder vom Jugendamt vorübergehend in Kinderschutzfamilien untergebracht bis geklärt ist, ob die Kinder zu ihren Eltern zurückkehren können oder ob eine andere Lebensperspektive gefunden werden muss. Während dieser Zeit bleibt der Kontakt zu den leiblichen Eltern durch regelmäßige Treffen in den Spielräumen der AWO bestehen.

„Wir suchen den Bedürfnissen und dem Alter der Kinder entsprechendes Spielzeug aus", so die Leiterin der Familienwohngruppen und Kinderschutzfamilien, Marga Irrek-Dießelmann. „Kinder entwickeln sich unter förderlichen Bedingungen oft innerhalb von wenigen Wochen. Man kann sehen, was Erziehung bewirkt", sagt sie. Das Spielzeug der Studierenden wird diese Erziehungsarbeit in Zukunft wirkungsvoll unterstützen.


AWO-Mitarbeiterinnen nehmen die Spielzeug-Spenden der Studierenden von der AStA-Vorsitzenden Yasemin Akdemir (2. v.r.) entgegen. Von links: Petra Meiers, Fachberaterin Kinderschutzfamilien, Marga Irrek-Dießelmann, Leiterin Familienwohngruppen und Kinderschutzfamilien, sowie Helga Mannsfeld, Leiterin der ambulanten Erziehungshilfe für Familien und Kinder. (Foto: E.W.-H.)

Artikel erstellt am: 29.06.2011

Zurück zur Übersicht