
Jugendberatung (JUB)
Jugendberatungsstelle (JUB)
Die Jugendberatung (JUB) ist eine Beratungsstelle mit spezieller Ausrichtung des Angebotes auf die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 14 bis 26 Jahren.
Die spezifischen Themen dieser Lebensphase – von der Pubertät bis zur Verselbständigung – finden explizite Berücksichtigung.
Ebenso wird eine für Jugendliche geeignete Form und Ausgestaltung der Angebote gewählt.
Ein interdisziplinäres Team bietet Beratung und psycho-therapeutische Hilfen an, bei der Bewältigung von Konflikten und Krisen im materiell-existentiellen und im psycho-sozialen Bereich.
Darüber hinaus engagiert sich die JUB im Bereich der Prävention, insbesondere in Kooperation mit Schulen.
Orientiert an spezifischen Bedarfslagen der Zielgruppe sind weitergehende Leistungsangebote und Projekte entwickelt worden (siehe spezielle Leistungen und Projekt „SoVar“).
Leistungen
Kernbereich
• Diagnostik (Psychosoziale und psychologische Diagnostik im Rahmen von Hilfen zur Erziehung
durch das multidisziplinäre Team)
• Beratung (materiell-existenziell und psycho-sozial) für Jugendliche und junge Erwachsene und ggf.
auch für deren Bezugspersonen, (Familien-) Systeme, Helfer
• Psychotherapie (Jugendliche und Heranwachsende, einzeln bzw. in der Gruppe, für die ein solches
Angebot in der Beratungsstelle Sinn macht)
• Krisenintervention (über ein niedrigschwellig gestaltetes Angebot und Erreichbarkeit bis in die
Abendstunden)
• (Sozial-) Pädagogische Gruppenarbeit (für Jugendliche und junge Erwachsene)
• Fallbezogene Kooperation (mit allen relevanten Bezugspersonen und Institutionen, Beteiligung an
Hilfeplanverfahren nach § 36 SGB VIII)
• Fallübergreifende Kooperation (mit Schulen, Institutionen der Jugendhilfe/ -förderung und der
Arbeit/ Ausbildung)
• Prävention (Themenspezifische Veranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene, Eltern,
Multiplikator/ -innen; Fachberatung; fachspezifische Öffentlichkeitsarbeit)
• Mitwirkung in Fachgremien
• Berichte, Stellungnahmen, Gutachten
Spezielle Arbeitsbereiche
• Anlaufstelle für Jugendliche, die sexuelle und/oder andere Gewalt erfahren haben;
Beratung für Betroffene, Angehörige und Bezugspersonen, Therapie für Betroffene
• Täter-Opfer-Ausgleich (TOA), Maßnahme nach dem Jugendgerichtsgesetz für jugendliche
Straftäter/ - innen
• „TOA an Schulen“, Durchführung einer adaptierten Form des TOA bei Gewalt im schulischen
Kontext und bei strafunmündigen Tätern
• Schuldnerberatung und schuldenpräventive Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene
• Sexualpädagogik und Aidsprophylaxe, in Gruppen bzw. Schulklassen, geschlechtsspezifisch
ausgerichtet; Beratung für Einzelne und Paare;
Fachberatung für Multiplikator/-inn/-en; Aidspräventionsveranstaltungen
• Anti-Gewalt - und „Coolness - Trainings“ in Gruppen mit Jugendlichen und Heranwachsenden
(ergänzendes Angebot - kapazitätsabhängig)
• Fachberatung für Fachkräfte aus psychosozialen Arbeitsfeldern im Bereich Konflikte, Mobbing,
Gewalt
• Fortbildung für Lehrer/-innen im Bereich Gewalt-prävention in Schulklassen
(ergänzendes Angebot - kapazitätsabhängig)
• „SoVar - Soziale Verantwortung lernen“, Kooperationsprojekt mit Schulen
(gesonderte Beschreibung)
Ziele
• Klärung individueller Probleme unter Berücksichtigung des Eingebundenseins in Familie
und andere Systeme
• Aktivierung eigener Ressourcen
• Entwicklung der Fähig- und Fertigkeiten zur existentiell/materiellen Verselbständigung und
eigenverantwortlichen Lebensführung
• Stärkung sozialer Kompetenzen
• Bewältigung von Krisen im Prozess des Erwachsenwerdens
• Stabilisierung in akuten Krisensituationen
• Lösung von seelischen Konflikten (die die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
beeinträchtigen/ verhindern)
• Adäquate Hilfe bei der Bearbeitung von traumatischen Erfahrungen
• Entwicklung der Geschlechterrolle und Übernahme von Verantwortung im Bereich Partnerschaft,
Sexualität und Gesundheitsvorsorge
• Gewaltprävention (Kriminalitätsprophylaxe im TOA, Opferschutz, Kompetenzentwicklung
in der Konfliktbewältigung)
• Vernetzte Hilfe / Kooperation
• Prävention
Zielgruppen
• Jugendliche und junge Erwachsene (14-26 Jahre) mit allen altersspezifischen Fragen und Problemen
• Jugendliche mit Migrationshintergrund
• Jugendliche in akuten Krisensituationen
• Junge Menschen mit komplexen psychischen Problemen
• Jugendliche, die Gewalt, speziell sexualisierte Gewalt erfahren haben
• Jugendliche mit Fragen bzw. Problemen zu Partnerschaft und Sexualität sowie Aids
• Bezugspersonen unserer Zielgruppe
• Multiplikator/-inn/en
Niedrigschwellige Gestaltung des Zugangs
• Der Wartebereich in der JUB ist jugendgerecht gestaltet (Sofa, Musik, Möglichkeit
ein Getränk einzunehmen, Computer mit Internetzugang),
was die Schwelle zur Inanspruchnahme von Beratung und Hilfe senkt
• Das Anmeldeverfahren ist unkompliziert und unbürokratisch. Gesprächstermine werden vom
Jugendlichen/jungen Erwachsenen selbst oder von einer Bezugsperson bzw. einem Helfer
persönlich, telefonisch oder per Mail über das zentrale Sekretariat der Jugendberatung vereinbart
• Die Wartezeit bis zum ersten Gespräch ist gering
• In Krisensituationen wird sofortige Beratung ermöglicht
• Vertraulichkeit wird zugesichert (im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben)
• Das Angebot ist für die Ratsuchenden kostenfrei
• Eine Person des Vertrauens kann beim Gespräch dabei sein oder im Wartebereich bleiben
• Anonyme Beratung ist möglich
• Beratung erfolgt in der Regel persönlich, kann aber auch per Telefon oder Mail erfolgen
• Der Standort der Einrichtung im Stadtteil Oberbilk ist sowohl für Jugendliche aus dem Stadtteil
als auch aus dem gesamten Stadtgebiet gut zu erreichen (Erreichbarkeit mit S-Bahn, U-Bahn,
Straßenbahn).
Personal
Yvonne Preißler (Einrichtungsleiterin);
ein interdisziplinäres Team aus Diplom-Sozialarbeiter/-inn/en, Diplom-Sozialpädagog/-inn/en, Diplom-Pädagog/-inn/en
und Diplom-Psycholog/-inn/en (jeweils mit tätigkeitsbezogenen Zusatzqualifikationen) und einer Beratungsstellensekretärin
Einzugsbereich
Das gesamte Stadtgebiet Düsseldorfs und angrenzende Gemeinden.
Die Jugendberatung (JUB) ist im Bereich Kooperation und Vernetzung kontraktierte Beratungseinrichtung für die südlichen Stadtbezirke Düsseldorfs (Stadtbezirke 3, 7, 8, 9 und 10).
Vernetzung / Kooperationsstrukturen
Fallbezogene Kooperation
wird umgesetzt mit allen relevanten Bezugspersonen und Institutionen, in Absprache mit dem/der Jugendlichen/jungen Erwachsenen.
Mit den AWO-Einrichtung „Ambulante erzieherische Hilfen für Jugendliche und Familien“, „Jugendgerichtshilfe“ und „Stationäres Jugendwohnen“ ist die Jugendberatung in ein vernetztes Jugendhilfeangebot eingebunden. Innerhalb der Abteilung Beratung – Erzieherische Hilfen und des Verbandes werden bei Bedarf weitere Dienste in die Hilfe einbezogen.
Fallübergreifende Kooperationen
z.B. mit
• Schulen, insbesondere mit der Hulda-Pankok-Gesamtschule und der Fritz-Henkel-Hauptschule im
Bereich der Gewaltprävention, bei Beratungsbedarf
von Schüler/-innen und Lehrer/-innen und im Projekt „SoVar“. Mit weiteren Schulen bei Bedarf
und vorhandener Kapazität über das Angebot fachlicher Beratung,
Veranstaltungen und Fortbildung
• Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe/-förderung im Rahmen des Arbeitsbereiches
Aidsprävention und Sexualpädagogik
• dem Bezirkssozialdienst über Mitarbeit in einem regionalen Fachteam des Jugendamtes
zu Beratungen bei Anträgen auf Hilfen zur Erziehung
• der Schuldnerberatungsstelle der AWO
• den Jugendgerichtshilfen, der Justiz und der Polizei im Bereich des Verfahrens zum
Täter-Opfer-Ausgleich
• ehrenamtlich Tätigen, insbesondere im Projekt „SoVar“
Fachspezifische Vernetzung
• AWO-intern, insbesondere in der Abteilung Beratung – Erzieherische Hilfen
• über die AG § 78, SGB VIII, Erzieherische Hilfen und Beratung
• über die Konferenz der Leiter und Leiterinnen Düsseldorfer Beratungsstellen und der Schul-psychologie
• in weiteren, zeitlich begrenzt oder regelmäßig tagenden Gremien zu fachlich relevanten Themen.
Kontakt
Jugendberatungsstelle (JUB)
Oberbilker Allee 287
40227 Düsseldorf
Ansprechpartner(in)
Yvonne Preißler
Claudia Iffland (Anmeldung)
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr
Beratung in Absprache bis 21:00 Uhr
Tel: 0211 / 600 25-222
Fax: 0211 / 600 25-221
E-Mail: jugendberatung@awo-duesseldorf.de
jub@awo-duesseldorf.de
http://www.jub.awo-duesseldorf.de/